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Lehrgang zur Ausbildung zum Sprengbefugten
Im Zeitraum von 26.-30. April und 17.-19.Mai 2010 fand an der OÖ Landesfeuerwehrschule der Sprenglehrgang statt, welcher auf das neue (am 1.1.2010 in Kraft getreten) Sprengmittelgesetzt aufgebaut war. In diesem Lehrgang wurden allgemeine Kenntnisse über die Sprengmittel, dem Umgang mit Sprengstoffen, dessen Lagerung und Transport sowie die Vernichtung von unbrauchbar gewordenen Sprengstoffen vermittelt. Aber genauso wurde durch das Arbeitsinspektorat auf die gesundheitsgefährdenden Schwaden aus Stickoxiden und Nitrosegasen hingewiesen, sowie die persönliche Schutzausrüstung und die Sprengsignale. Von der Sicherheitsdirektion OÖ wurden die rechtlichen Bestimmungen gelehrt, wie das Sprengmittelgesetz, Lagerbestimmungen, ADR, Bundesgetzt über die Beförderung von gefährlichen Gütern, Zündkapselverordnung, ... . Ein wesentlicher Teil des Lehrganges war das Berechnen der erforderlichen Sprengstoffmenge um einerseits die gewünsche Sprengwirkung zu erzielen, aber andererseite Schäden im Umfeld durch Druckwellen, Erschütterungen und Streuwirkung zu vermeiden.
In der Praxisphase wurde die Wirkungsweise der Sprengstoffe erprobt. Dabei wurden unter anderem auch Baumstämme gesprengt. Hier wurde simuliert, dass nach Sturmschäden gestürzte, verspannte Bäume, welche nicht gefahrlos zerteilt werden könnten, auf diese Weise gefahrlos zerkleinert werden können.
Beim Wurzelstocksprengen wurde das bisher Gelernte vertieft. Das theoretische Wissen über das Sprengen von Findlingen wurde dabei in die Praxis umgesetzt. Ein Findling wurde beim Sprengen der Wurzelstöcke mit Zeitverzögerung gesprengt.
Fotos vom Sprenglehrgang:
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Der Höhepunkt dieses Ausbildungslehrganges war die Abbruchsprengung eines Hauses. Es wurde, wie wir es gelernt haben, ein Sprengplan erstellt. Auf Grund dieses Sprengplanes wurden die Bohrlöcher angefertigt, und der Sprengstoff geladen und verdämmt und die Ladungen entsprechend verbunden. Letztlich wurden die Zünder angebracht, die gesamte Ladung kontrolliert und das Objekt gesprengt.
Auch das Rettungs- und Bergesprengen wurde uns gelehrt. Das Rettungs- und Bergesprengen ist eine Methode, die es ermöglicht in kürzester Zeit und geringem Geräteaufwand und ohne Gefährdung der zu befreienden Personen Durchbrüche für Flucht- oder Rettungszwecke zu schaffen. Diese Sprengtechnik wird nur dann angewandt, wenn eingeschlossenen Personen akute Lebensgefahr durch Ertrinken, Ersticken, Verbrennen usw. droht und andere technische Hilfsmittel nicht rasch genug zum Erfolg führen.
Den Abschluss dieses Lehrganges bildete eine schriftliche und mündliche Prüfung, welche mit der Überreichung der Sprengbefugten-Ausweise endete.
Bericht/Lehrgangsteilnehmer: Erwin Leimlehner
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Letzte Änderung am Mittwoch, 25. August 2010 um 19:56:38 Uhr.






















